1. Teil: Gewerbsmässiger Betrug am Kunden - Optiker Betrug

Trotz wissentlicher Gefährdung der Kunden und den Unbeteiligten (fragen Sie mal die Unfallopfer) behauptet eine vorgebliche Billigkette:

"Schauen Sie in unser Gerät, dieses misst Ihre aktuell notwendigen Brillenglasstärken.

(Danach höchstens noch ein wenig mit einer Messbrille umherschauen: Fertig)

Das sind Ihre richtigen Stärken !"

 

Dieses Verfahren stellt eine sogenannte objektive Brillenglasbestimmung dar, d.h. sie ist nur eine GROBE Vormessung zur Vorbereitung der richtigen Prüfung. Bis 3,00 dpt. Abweichung zu den tatsächlich benötigten Stärken (Fachl. u.a. durch Gerätemyopie) sind bei dieser groben Vormessung die Regel:

Vorgeschrieben ist deswegen eine ganz andere Methode: Die sogenannte subjektive Refraktionsbestimmung.

Diese dort tätigen "Meister/innen" wissen, dass ihre tatsächlichen Stärken vollkommen anders sein können (i.d.R. auch sind) und verkaufen den Kunden trotzdem zum vorgeblich "geilen" Preis mal schnell ´ne Brille.

 

Begründung für den Laien (der unzulässigen Grob-Verordnung)  :

Mit einer Brille gut zu Sehen basiert bei dieser "Art" der Prüfung / Sehtestung auf reinem Zufall !

Ein erheblicher Anteil an Sehfehlern kann hiermit gar nicht festgestellt werden:

Probleme wie Doppelbilder und weitere Komplikationen zeigen sich übrigens meist nicht sofort, sondern erst nach gewisser Tragezeit.

Dieses Geschäftsgebahren widerspricht gröblichst jeder (!) Vorschrift zur Kundenversorgung. Ich bezeichne es sogar als lebensgefährlich, denn:

 

Selbst der Hersteller hat schriftlich bestätigt, dass die eigenen (besten) Geräte zur Feststellung der tatsächlich benötigten Stärken überhaupt nicht geeignet sind.

Geworben wird gerne auch mit "Anerkannte Sehteststelle": Dieser Sehtest (für den Führerschein) hat jedoch nichts mit einer richtigen Brillenglasbestimmung zu tun.

 

Auch sind mittlerweile drei Anerkenntnis-Urteile bekannt (Laienhaft ausgedrückt: "Ja, wir geben alles zu. Die Gerätemessung ist/war vollkommen unzulässig."):

Urteile zu unzulässigen Autorefraktometer-Verordnungen

 

Ja, wie peinlich ist das denn ?

Selbst studierte HFA´ler - in diesem Fall allerdings wohl am untersten Ende der Karriere-Leiter angekommene Meister/innen - geben sich für diese Art der "Kundenversorgung" her.

 

"Man muss halt nicht denken...",   "Schnelles Geld geht eben vor...", oder:

"Uns wundert es, dass die Kunden mit dieser Messung und der schlechten Ware die wir liefern irgendwie doch zurechtkommen (müssen). Man muss ihnen nur häufig genug sagen: Die Probleme seien normal. Dann geben Sie irgendwann Ruhe."

 

.....so die Aussagen von diesen "Meistern" mir und meinem Team gegenüber.

 

Zuhauf nehmen auch nichtbefähigte Personen derartige "Brillenverordnungen" vor.

Bspw.: Aushilfen, AO-Gesellen, Fremd- und Angelernte, denen die Tragweite ihres Handeln nicht bewusst ist (bzw. denen dieses vorenthalten wird).

 

Leider ist der unwissende Kunde wieder einmal der Dumme: Dieser hat nämlich keine Ahnung, was zur korrekten Mindest-Versorgung bei Brillen vorgeschrieben ist.

Frage an die Verkäufer oder die Meister dieser Filialen: Ihre eigenen Eltern würden Sie doch so niemals "versorgen", oder ?

Jede/r Meister/in (und andere dürfen nicht messen und Brillen verordnen) weiss nämlich:

 

 

 

2. Teil: Gewerbsmäßiger Betrug am Kunden

Letztendlich immer zum Nachteil des Verkäufers, da Sie ja "von oben" Anweisung haben möglichst teuer zu verkaufen.

Aber man lässt Sie sofort "über die Klinge" springen, sollte der Kunde

• vom vereidigten Sachverständigen erfahren, was da entgegen den Versprechungen wirklich geliefert wurde

• anwaltlich, oder

• sogar gerichtlich vorgehen

Das erfahren die Verkäufer/Angestellten aber immer erst später. "Chefe" kriegt die Kohle und Sie im Zweifelsfall immer die Schuld. "Chefe" hat´s ja nicht verkauft ! Bitte : Hinterfragen Sie mal !

Wie das geht ? Sh.: 1. Ware aus der Zentralwerkstatt

 

1. Zum Beispiel: Ware aus der Zentralwerkstatt

Vergewissern Sie sich bitte äusserst sorgsam, daß die von Ihnen verkauften Gläser auch in der Fassung enthalten sind !

Das gilt nicht nur für Mehrstärkengläser, sondern insbesondere auch für Einstärkenausführungen. Material-Index, Beschichtung wie bestellt etc. !

D.h.: Bspw. auch bei Zertifizierung trägt der ZULETZT (!) Zeichnende die Verantwortung für die Richtigkeit. Ob Sie es waren, oder nicht: Das spielt nunmehr keine Rolle!

Sie -oder aber die MA`s, für die Sie die Verantwortung tragen- haben als Letze/r gezeichnet (das alles ok sei). Achtung auch bei den überstellten, ferngerandeten Brillenlinsen der eigenen (!) Zentralwerkstatt. Letztendlich zeichnen Sie sich also als Filial- bzw. techn. Betriebsleiter für die Korrektheit verantwortlich und tragen -wie Sie jetzt möglicherweise erst erfahren- auch die vollen Konsequenzen.

Folglich:

Auch eine Zertifizierung schützt Sie nicht vor den ggf. sehr unangenehmen Folgen, sondern stellt vielmehr im ggf. angestrengten Verfahren den "Beweis" für IHREN (!) angeblichen Betrug dar ! Und entlastet gleichzeitig den Inhaber von jedweder Verantwortung seiner (?) Taten. Clever, ne ?

 

Ferner:

I. Es ist kein Kavaliersdelikt geringwertigere Ware als besprochen zu liefern

Sei es eine preislich billigere Entspiegelungsart, minderwertige Bauarten von Gleitsichtgläsern, oder bspw. geringwertigere Lagerware statt die versprochenen Anfertigungsgläser im Einstärkensektor.

 

II. Bsp.: Hochbrechendes Material bei geringen Stärken schlichtweg nicht notwendig

Bsp.: Bei "Plancylinder -0,75" 1,67er-Material für eine ggf. noch kleine Fassung aufzudrängen, ist ebenfalls kein Kavaliersdelikt. Nicht nur ich bezeichne solches als Betrug. Nur "Power-Seller" als Drücker beraten den Kunden auf hochpreisige Produkte, welche schlichtweg nicht erforderlich sind: Als Teilnehmer/in einer Drücker-Kolonne werden Sie aber häufig auffällig und (wohl) recht bald belangt werden.

Peinlich für den Verkäufer: Das Mehr-Geld ist nicht Ihnen, ggf. erhalten Sie eine geringe Provision, aber SIE als Berater/Verkäufer werden -ggf. oder sicherlich?- die juristischen Konsquenzen tragen! "

Schönreden ist dann auch nicht mehr möglich: "Aber das machen doch alle!....ist die Standard-Ausrede von Betrügern zur eigenen Gewissensberuhigung, oder um Sie durch Verharmlosung zu derartigem Handeln zu verleiten." (Original-Aussage einer Kölner Staatsanwältin.)

 

III. Brillenglasmessungen durch Augenoptiker-Gesellinnen oder Gesellen

Nur der Inhaber eines Meisterbrief darf den Kunden refraktionieren und verordnen. Der Geselle seit 2013 nicht einmal dann mehr, wenn der/die Meister/in die komplette Messung beaufsichtigt. Leider ist zu verzeichnen, daß viele Gesellen und Gesellinnen hierüber im Unklaren gelassen werden.

So spart man übrigens Geld zum Nachteil der ehrlichen Kollegen nebenan......

 

IV. "Testphase" für Gleitsichtgläser / Testseher gesucht ! : "Später 700€ oder 998€, jetzt nur 198€ oder 298€."

Der Trick ist: Die Kunden nehmen bewusst an einem Test teil (wenn es denn überhaupt einer ist).

Ein Anspruch auf Rückgabe ist aber durch den "Test" vielfach ausgeschlossen, also kann man z.B. liefern, was am billigsten hergestellt werden kann. (Der Kunde musste ja damit rechnen, dass es nicht funktioniert.)

Liebe " Testseher " : Fast immer handelt es sich um Billigstgläser. Erkennen können Sie das als Kunde vorweg nicht, Rückgabe ist i.d.R. auch nicht möglich, weil Sie an einem Test teilgenommen haben.

 

Hinterfragen wir mal:

Wenn die Gläser 700€ - 998€ Wert wären, würden Sie doch auch anstandslos zu diesem Preis verkauft werden können, oder ?

Der Anbieter verdient also wesentlich mehr über die sogenannte "Testphase", als wenn er den ehrlichen Preis für normale Gleitsichtgläser nehmen würde. Und es finden sich doch immer wieder Optiker, die als Angestellte das mitmachen.....

 

V. Die Sache mit den "Sonderangeboten" (Gleitsichtgläser für 199 €) Auch: Gutscheine für das 2fache des Erst-Einkaufs

Ein regulär arbeitender Betrieb liegt im Gewinn zwischen 7-15% Gewinn des Umsatzes. Zunächst sind aber immer alle festen Kosten (Fixkosten) zu decken:

Wenn Sie für 100€ eine Brille verkaufen und noch für 200€ Gutscheine draufpacken, so kann und darf die Erstbrille (wie auch die folgenden) keinesfalls mehr als im einstelligen Eurobereich in der Herstellung liegen. Was möglich ist (Sh. Internet-Versender). Und verdient wird dabei auch, sonst würde man es ja nicht anbieten.

Nur die Schnäppchen-Jäger-Kunden -die nichts hinterfragen- fallen darauf herein. Sie achten nur uns ausschließlich auf den Preis. Und nicht auf die Leistung. Sie sind somit die willkommene "Beute des" Anbieters.

 

Sollten Sie jetzt -nicht nur als Kollege oder Kollegin- hellhörig geworden sein, so können Sie mich gerne um Rat fragen. Als öffentl. best. u. vereidigter Sachverständiger unterliege ich der absoluten Schweigepflicht, u.a. zum Thema Namen und Firmen-Nennungen. (Ich darf also i.d.R. nicht sagen: Wer, was, wann, wo.

Bestimmt kann ich Ihnen aber entsprechende Tipps geben.

Kontaktdaten: Impressum.

 
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