Eine automatische Gerätemessung dient der Grobbestimmung annähernder Stärken.

Zur Verordnung & Anfertigung einer Brille ist diese "Messung" ungeeignet.

Achtung: Absichtliche Täuschung (zur Kosteneinsparung benötigter Messgeräte) !

  • Die objektive Messung (sh. Gerät) geht der richtigen Messung nämlich nur als orientierende Grobprüfung voraus.

  • Danach noch ein wenig mit der Messbrille (und Glaswechsel) im Laden umher zu schauen ist übrigens reine Show für den Kunden.

  • Abweichungen bis 3.00 dpt. zu den tatsächlich benötigten Stärken sind bei dieser groben Vorprüfung normal !

  • Die notwendigen Messungen und die vorgeschriebenen  Abstimmungen kann ein solches Gerät nicht durchführen.

Die objektive Messung, hier = automatische Gerätemessung, ist bekanntermaßen grundsätzlich nicht geeignet, die benötigten Stärken für Ihre neue Brille festzustellen.

WARNUNG: Benutzen Sie -bis zu einer richtigen Messung- keinesfalls eine so "verordnete" Brille. (Gleich welcher Ausführung.)

 

Sollten Sie Opfer einer solchen "Ich-machs-Dir-auf-die-Schnelle = nur vorgeblich richtigen"-Messung geworden sein, so wenden Sie sich bitte umgehend an die zuständige Augenoptiker-Innung und/oder an den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.

Die objektive Messung ist nur zulässig, wenn der Kunde einer einfachen Ja/Nein-Befragung nicht folgen kann: Bspw. bei Kleinstkindern oder dementen Personen.

In dem Fall sind Sie aber vermutlich nicht geschäftsfähig. Wenn man davon ausgeht, dass jeder "Normalkunde" derart versorgt wird, gibt es zwei Möglichkeiten:

 

- Der Kunde kann ja nicht wissen, was richtig ist: Sie werden bewusst betrogen (Augenoptiker wissen nämlich genau, was vorgeschrieben ist).

- Sie werden für nicht klar denkend eingestuft (einer einfachsten Ja/Nein-Befragung zu folgen): Daher werden Sie wohl auch für nicht zurechnungsfähig gehalten.

Es stellt sich also nicht nur für Sachverständige die Frage, wie ein derartiges Verhalten gegenüber den gutgläubigen Kunden zu bewerten ist......

-> Link: Urteile zu unzulässigen Autorefraktometer-Verordnungen

 

*   *   *

Auf Nachfrage erklärte (schon 2015) und nun erneut -im Januar 2016- ein sehr namhafter Hersteller zu Autorefraktometern:

Betreff: OCULUS, Anfrage Genauigkeit Autorefraktometer

 

Sehr geehrter Herr Hirt,

Herr Hildebrand war so nett mir Ihre Anfrage bzgl. der Genauigkeit der Autorefraktometer weiterzuleiten.

Zur Beantwortung kann gesagt werden, dass die neueste Generation der Autorefraktometer der Serie NIDEK hohe reproduzierbare objektive Messwerte liefern. Diese Messwerte werden monokular ermittelt und können als Ausgangswert für einen subjektive Refraktionsgang genutzt werden.

Sie ersetzen in keinem Falle eine subjektive Refraktionsbestimmung bei der, wie Sie schon schilderten, der subjektive Einfluss des Augenpaares (Refraktionsgleichgewicht, Stereosehen, Akkommodation (im Speziellen die Konvergenzmessung), Phoriemessung) die finalen Refraktionswerte darstellen.

Somit kann aktuell und auch zukünftig nicht auf die subjektive Refraktion verzichtet werden.

Im Anhang finden Sie die Spezifikationen und technischen Informationen zu den NIDEK Autorefraktometern.

Viele Grüße

K. Mothes

 

UND SO GEHT´S  -NACH VORSCHRIFT-  RICHTIG :

Subjektive Refraktion unter Befragung des Kunden.

    

Vollständige Vermessung mit Mess-Brille oder Phoropter.

Vermessung zunächst eines jeden Einzelauges, dann beidäugig,

Abstimmung in Sondertests, Verträglichkeitsprüfung und vieles mehr.

GEFORDERTE DISTANZ ZU DEN SEHZEICHEN: MINDESTENS 5 METER !

 

 

 

Nachweis der notwendigen, sogenannten subjektiven Prüfung (gilt für Fern-, Lese- und Gleitsichtbrillen, also alle Brillen...):

 

 

-> Link: Urteile zu unzulässigen Autorefraktometer-Verordnungen

 

 

 

 

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